Von meiner Berufswahl bis zu meinem kometenhaften Aufstieg als Fotograf, so gebe ich gerne zu, dauerte es nicht lange…

Als mich bei einem Dinner, einer der ersten in der gehobenen Gesellschaft auf welche ich mich eingeschlichen hatte, ein mir bisher unbekannter Gast fragte, welchen Beruf ich ausübe, so kam mir aufgrund meines geliebten Hobbys, dem fotografieren, der Beruf des Fotografen als erstes in den Kopf und war in diesem Moment schon, ohne darüber nachzudenken, ausgesprochen. Ich hatte mich also spontan festgelegt und damit musste ich mich jetzt auch arrangieren. Einen ganzen Tag verbrachte ich mit dem Konzept meiner außergewöhnlichen Fotokarriere. Möglichst wenig lügen, eher flunkern war mein grandioser Plan. Aus meinem gewonnenen Fotowettbewerb bei einer meiner Fotocommunity wurden so beispielsweise mehrere Auszeichnungen für meine herausragenden Leistungen. Fotografieren, so teile ich meine gespannten Zuhörern stets mit würde ich aufgrund meiner zahlreichen Erfahrungen mit der Presse nur noch unter einem Pseudonym, um ein recht bescheidenen Lebensstil haben zu können.

Bis heute kam mir auf jede Frage glücklicherweise spontan die richtige Antwort. Doch bleibt es natürlich stets eine Gradwanderung.